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Mandelstams Poetik des Gehens
Gesteinsschichten. Die Witterungen des Tages, die Schichten und Geschichten der Steine, die Zyklen der Dichter, die Strömungen der Kulturen, sie alle zeichnen sich in mineralen Metaphern ab: „Die wunderbaren Seiten, die Novalis dem Bergmann und Steigerwesen widmet, konkretisieren die Wechselbeziehung von Stein und Kultur, lassen die Kultur wie eine Gesteinsschicht anwachsen, leuchten sie aus mit dem Licht steingewordenen Wetters“ (170). Der dichtende Spaziergänger bewegt sich deshalb auf und in den Überschreibungen des Raumes, liest sie kreuz und quer; auf den Schichten der Kultur spazierend geht er selbst mit seinen Versen in sie ein und weiß, die Zeit, sie prägt auch ihn.
„Die einen
bilden einen Löwen ab auf den Münzen,
die andern
einen Kopf;
allerlei kupferne, goldene, bronzene Scheibchen
ruhn in der Erde, die einen so ehrenvoll wie die andern.
Das Zeitalter, das sie zu durchnagen versuchte, prägte
ihnen seine Zähne auf.
Die Zeit sägt an mir wie an einer Münze,
„Die einen
bilden einen Löwen ab auf den Münzen,
die andern
einen Kopf;
allerlei kupferne, goldene, bronzene Scheibchen
ruhn in der Erde, die einen so ehrenvoll wie die andern.
Das Zeitalter, das sie zu durchnagen versuchte, prägte
ihnen seine Zähne auf.
Die Zeit sägt an mir wie an einer Münze,
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Poetologie