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Mandelstams Poetik des Gehens

Die „Widerstimmigkeit“ der Metapher durchschneidet den an Begriffen entlanghangelnden Gedankengang.

Der Spaziergänger geht weiter. Er weiß, Unfälle gehören zum Verkehr. Die Metaphern scheren sich bei Mandelstam nur wenig darum zu verweilen. „Poetisches Material erschafft seine Instrumente im Gehen und im Gehen vernichtet sie sie auch“ (163).

Der Luftstrom, mit dem die Worte beim Gehen hervorgepresst werden, und der Ausbruch der ineinander übergehenden Metaphern sind im nicht nur über den Ausdruck porýv miteinander verschränkt. Die Kreuzung der beiden Linien, der lautlichen und bildlichen, die für Mandelstam poetische Sprache konstituiert (113), nimmt Mandelstam auch im Gespräch über Dante vor, indem er den phonetischen porýv, das Hervorbrechen des Verses über die Lippen des Gehenden, auch in den Metaphern selbst anklingen lässt und ihnen dadurch ihren poetologischen Charakter gibt. Dies geschieht über Metaphern, bei denen Luft zum Sinngehalt der Metapher dazugehört. Als er die Entstehung von poetischen Bildern  darstellt, schreibt er: ………………………………………