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Der Köhler

Kapuzenmannes für einen Mitmenschen zu erweichen.

Danach hatte man Helma nicht mehr gesehen. Die Unruhe im Dorf war groß. Man versammelte sich spontan im Laden von Schmitters, der aufgebracht erzählte, wie er der jungen Helma noch hinterhergerufen habe, der Pastor und Vater Fischer war erschüttert, Polizeiinspektor Dengler, ein Mann von robuster Lebensart zögerte nicht und ging gefolgt von einer Schar aufgebrachter Bürger in den Wald. Das Holzhaus von Bockson stand still in der Dämmerung. Dengler stieg die knarrende Stiege hoch, klopfte energisch an der Tür, rief nach dem Kapuzenmann, aber es geschah nichts. Wut machte sich breit. Einige begannen bereits gegen das Holz zu treten, und man wollte sich gewaltsam Zugang zu Bocksons Verschlag verschaffen. Nur mit Mühe gelang es Dengler den Mob zurückzuhalten, alles in Schutt und Asche zu legen, der Pastor selbst versagte völlig, ja zählte durch seine Verzweifelung selbst zu den Unruheherden in der Schar derjenigen, die von Rechts wegen mehr als fragwürdige Handlungen begingen, etwa als sie die Scheiben des einzigen erreichbaren Fensters zertrümmerten. Es war Dengler, der mit einem Schuss in die Luft, die Ordnung wieder herstellte. Vom Kapuzenmann keine Spur. ………………………………………