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Ritter, Dene, Voss
Charaktervorbilder für Bernhards Figur — das hitzige, schwierige, an den Wahnsinn grenzende Temperament und das analytische klare Denken eines asketischen, auf Logik versessenen Verstandes erzeugen eine bipolare, unaufgelöste Spannung, ob es sich bei Ludwig Worringer um einen ernstzunehmenden Narren oder einen wahnsinnigen Philosophen handelt oder beides zugleich. Die biographischen Anspielungen auf Ludwig Wittgensteins Leben, auf Cambridge, Norwegen, Glossop und die philosophischen Arbeiten, auf die Gemälde und die Musikalität der Familie Wittgenstein, sowie auf die Psychiatrieaufenthalte des Paul Wittgenstein in Steinhof zeigen darüber hinaus, dass die vermögende Wiener Industriellenfamilie reichhaltigen lebensgeschichtlichen Stoff für Bernhards Drama lieferte.
Das Thema des wahnsinniggenialen Philosophen erhält nun mit den beiden Schwestern einen Kontrapunkt. Sie sind Schauspielerinnen. Immer wieder bringen sie das Theater zur Sprache und umspielen auf diese Weise die Figur, ihre Fragen und Probleme. Wenn sich nun ausgerechnet der Sprachphilosoph Wittgenstein in ein Stück verirrt, das durch Wortkaskaden, Substantivungeheuer und das Spiel mit Theaterkonventionen gekennzeichnet ist, dann ist das mehr als nur ein Streich. ………………………………………
Das Thema des wahnsinniggenialen Philosophen erhält nun mit den beiden Schwestern einen Kontrapunkt. Sie sind Schauspielerinnen. Immer wieder bringen sie das Theater zur Sprache und umspielen auf diese Weise die Figur, ihre Fragen und Probleme. Wenn sich nun ausgerechnet der Sprachphilosoph Wittgenstein in ein Stück verirrt, das durch Wortkaskaden, Substantivungeheuer und das Spiel mit Theaterkonventionen gekennzeichnet ist, dann ist das mehr als nur ein Streich. ………………………………………
Dramaturgie
Ausstellung