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Dr. Gomes

mich zum Aufbruch entschied. Dr. Gomes begleitete mich zur Tür, wurde jedoch durch das schrille Klingeln seines Telefons zurückgerufen. „Sicher, ein Notfall“, sagte Dr. Gomes, entschuldigte sich winkend und eilte zum Telefon. Ich hörte ihn noch sagen, gut, ja, er habe zwar ein wenig getrunken, sei aber dienstfähig.

Wir verabschiedeten uns in großer Hektik. Es war merkwürdig. Nach kurzer Zeit bemerkte ich, dass ich während unseres Abschieds im Vorzimmer meinen Regenschirm liegen gelassen hatte, und da der Nebel sich in Nieselregen aufzulösen begann, kehrte ich um. Als ich Dr. Gomes Haus wieder erreicht hatte, sah ich von der Straße aus noch Licht im Vorzimmer. Die Tür stand offen, ob er noch da war oder in seiner Eile veregessen hatte, sie zu schließen? Ich trat ein, rief seinen Namen, hörte aber nichts. Im Vorzimmer sah ich die Mappe auf dem Schreibtisch liegen. Ich zögerte. Aber weil ich mich unbeobachtet wähnte, hob ich ihren Deckel. Meine Hand zitterte. Es war in der Tat eine perverse Sammlung. Ich durchblätterte eine Collage aus Zeitungs und Zeitschriftenartikeln, säuberlich mit Anmerkungen versehen, mit Markierungen, Diagrammen und Rekonstruktionen. Sie zeigten entsetzliche Flugzeug und Eisenbahnunglücke.
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