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Fliegenplage

Facettenaugen matt geworden, war es inzwischen ein Leichtes für Maria, sie mit der Hand zu fangen. Was vor Wochen noch ein stolzes Auflachen in ihr erregt hatte, war zur Gewohnheit geworden. Es musste eine Seuche gewesen sein, ein teuflisches Virus, das sich unter den Fliegen mit revolutionärer Gewalt ausgebreitet und ihnen die Kraft genommen hatte.

Gustavo kümmerte es wenig. Mit Vergnügen betrachtete er uneingestanden das massenhafte Fliegensterben. Und doch – es ging wohl auch ein Teil von ihm verloren. Er ward ruhiger mit der Zeit, arbeitete wieder konzentrierter in der Werkstatt, hielt sich nachts nicht mehr mit Büchern, sondern mit Marias Körper wach, und nur in mancher dunklen Stunde ging er in den Keller hinab, um nach den Maden zu sehen, die sich in Marmeladengläsern, Fleisch und Käsevorräten eingenistet hatten.


Fliegenkampf

Maria hatte mit Gustavo gesprochen. Das mit den Fliegen musste aufhören. Wie solle man einen Haushalt in Ordnung halten, wenn Fliegen ………………………………………